Elternunterhalt

Die Pflicht zur Zahlung von Elternunterhalt kann jeden treffen

Das Elterngeld ist keine staatliche Leistung der Sozialversicherungsträger. Es handelt sich vielmehr um die Erstattung von Leistungen des Staats für die Eltern durch deren Kinder.

Kinder sind gesetzlich verpflichtet, für den Unterhalt ihrer Eltern im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zu sorgen. Diese Verpflichtung gilt auch, wenn Eltern und Kinder seit langer Zeit keinen Kontakt mehr hatten. Ist ein Elternteil in einem Heim unterzubringen, sind die Kosten meist höher als die Einnahmen aus Rente und Pflegeversicherung.

Die Pflicht zur Zahlung von Unterhalt für einen oder gar beide Elternteile kann auch Sie treffen. Immer mehr Kinder werden zu Unterhaltszahlungen herangezogen. Deutschland wird älter. Die Zahl der pflegebedürftigen älteren Menschen nimmt seit Jahren zu. Rund ein Drittel aller voll Pflegebedürftigen lebte in Heimen.

Zu welchen Unterhaltszahlungen sind Sie im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten verpflichtet?

Zunächst zahlt der Sozialhilfeträger die Kosten für die Unterbringung im Heim. Doch er fordert das Geld von den Kindern zurück. Die Frage ist. Wie viel kann der Sozialhilfeträger von Ihnen zurück fordern? Die Antwort sollten Sie in die Hände eines auf Sozialrecht spezialisierten Anwalts legen. Jeder andere Schritt könnte Sie teuer zu stehen kommen. 3.000,- bis 4.000,- Euro kostet ein Heimplatz pro Monat. Abhängig von der Pflegestufe und der Höhe der Rente des Elternteils belaufen sich die monatlichen Zuzahlungen der Kinder auf rund 1.400,- Euro bis 2.000,- Euro. Der Unterhaltsanspruch bezieht sich jedoch nicht nur auf Heimkosten. Er deckt auch die Grundsicherung der Eltern im Alter. Er umfasst einen Regelsatz, Kosten für Unterkunft samt Nebenkosten sowie die Aufwendungen für Kranken- und Pflegeversicherung. Vor Eintritt Ihrer Zahlungspflicht als Kind ist allerdings das eigene Einkommen und Vermögen der Eltern aufzubrauchen.

Die zentrale Frage ist oft: In welcher Höhe sind Ihr Einkommen und Ihr Vermögen zum Unterhalt heranzuziehen?

Von Ihrem Netto-Einkommen steht Ihnen als Alleinstehender (Stand 2016) ein Selbstbehalt in Höhe von 1.800,- Euro zu, als Familie ein Selbstbehalt bis zu 3.240,- Euro. Die Unterhaltsansprüche gegen   Kinder haben Vorrang vor den Ansprüchen der Eltern. Ihre selbst genutzte, angemessene Immobilie gehört zum sog. Schonvermögen. Sie müssen sie nicht verkaufen und zu Bargeld machen. Ihr sonstiges Vermögen haben Sie jedoch bis zu einer Schongrenze für den Unterhalt Ihrer Eltern zu verwenden.

Fazit: Die Eckpunkte für den Unterhaltsanspruch sind der Bedarf des unterhaltsberechtigten Elternteils, die aktuelle Bedürftigkeit und Ihre Leistungsfähigkeit als Unterhaltsberechtigter. Sind Kinder nicht leistungsfähig, übernimmt die öffentliche Hand die Kosten des Unterhalts.

Rufen Sie uns gerne an: Bevor Sie womöglich einen unangemessen hohen Unterhalt zahlen! Das würde Ihre Lebensqualität unnötig belasten.

 

 

Wir haben immer ein offenes Ohr. Rufen Sie uns einfach an: 0621-20789